Samstag, 22. August 2009

Grüne werden jetzt Datenkrake


Mit ähnlichen Anzeigen gehen die Grünen zur Zeit auf Datenfang
Die politischen Aussichten der Grünen sind zur Zeit nicht rosig. Die Bundestagswahl wird nach Expertenmeinung entweder schwarz/gelb oder der großen Koalition zu einer Mehrheit verhelfen. Eine Regierungsbeteiligung rückt damit für die Grünen in weite Ferne. Zeit also, sich nach neuen Betätigungsfeldern umzusehen. Deshalb wollen die Grünen jetzt Datenkrake werden. Mit farblich ansprechenden Kleinanzeigen werden Benutzer dazu im gesamten Internet auf eine sogenannte Phishing-Seite gelockt, die vordergründig ein paar dürftige Informationen zu liefern scheint. Schon der nächste Link aber hat es in sich. In kumpelhaftem Du wird der Benutzer genötigt viele seiner persönlichen Daten preiszugeben. Ganz nebenbei wird im auch noch eine eMail-Adresse in "meine Kampagne" aufgeschwatzt. Doch wofür werden all die vielen Daten benötigt? Auf Nachfrage des IT-Nachrichtenportals heise online sprachen die Grünen nebulös von "geplanten Folgeaktionen" ohne jedoch konkrete Angaben zu machen. Alles in allem eine beunruhigende Entwicklung, die es zu beobachten gilt.

Links:
(Achtung! Sie werden schon beim zweiten Klick aufgefordert persönliche Angaben zumachen.)

Kommentare:

  1. naja, das sind halt die Informationen die du bei "Meine Kampagne" eingibst, um von denen Informiert zu werden, was läuft. Du kannst dich dort für verschiedene Themen engangieren und wirst entsprechend benachrichtigt. Außerdem besteht jederzeit die Möglichkeit deine eingegebenen Daten einzusehen, zu editieren und zu löschen. Die Daten werden auch an niemand dritten weitergegeben, also imho kein Grund sich Sorgen zu machen. Einige Aktionen zielen außerdem explizit darauf ab der Datensammelwut einiger Konzerne die Grenzen aufzuzeigen. Ich finde die Aktion eingentlich sehr positiv, da man so auf einfache und unkomplizierte Weise die Möglichkeit erhält an solchen Aktionen mitzuwirken.

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  2. @Daniel: Mich hat bei der Kampagne geärgert, dass hier im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung gegen die TK-Konzerne gekämpft wird. Um Missverständnissen vorzubeugen, es gibt mit Sicherheit gute Gründe Telekom, Vodafone und Co. mit Misstrauen zu begegnen aber für Vorratsdatenspeicherung können Sie nix. Hier plädiere ich für ein klares Feindbild und das ist in diesem Falle nun mal unsere liebe Bundesregierung. Die Kampagne zeigt meiner Meinung nach wie unscharf die Grünen momentan bei Themen im Bereich Neue Medien agieren. Schade eigentlich, weil es ja ausgewiesene Bürgerrechtsthemen sind.

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